aktuelle ergänzungen zur geschichte des reiki

Die von Mikao Usui gegründete Usui Reiki Ryoho Gakkai (Gesellschaft) widmet sich bis heute der Ausübung und Verbreitung von Reiki. Usui war der erste Vorsitzende und sein Titel war Sensei (Lehrer). In der Gakkai gibt es die Funktion eines Reiki-Meisters nicht. Laut Hawayo Takata waren alle anderen Mitglieder der Gakkai im 2. Weltkrieg gestorben und sie war die einzige, die das Wissen weitergab. Das ist so nicht richtig, denn die Gakkai hat nie aufgehört, zu existieren und zu arbeiten und hatte nach Mikao Usuis Tod folgende Vorsitzenden:

buch-tipp

Original Reiki-Handbuch des Dr. Mikao Usui:

Alle Usui-Behandlungspositionen und viele Reiki-Techniken für Gesundheit und Wohlbefinden

Entgegen Takatas Schilderungen waren in der Gakkai immer Frauen zugelassen.
Auch die von Takata aufgestellten Preisregeln für Reiki-Kurse oder Behandlungen waren in der Gakkai nicht üblich – nicht selten bezahlten die Schüler ihren Kurs durch Behandlungstätigkeit, so wie auch Hawayo Takata die Kosten ihrer eigenen Reikiausbildung in Hayashis Praxis abarbeitete.
Es existiert auch ein original Handbuch für Reiki-Schüler, dessen Übersetzung im freien Handel erhältlich ist. (Das Original-Handbuch des Mikao Usui, von Frank Arvaja Petter, siehe rechte Seite)
Die Grade waren unterteilt in Shoden (1. Grad), Okuden (2. Grad) und Shimpiden (Meister-/ Lehrergrad).

Beim Vergleich von der Geschichte, wie sie Hawayo Takata erzählt und der Übersetzung des Gedenksteins, tauchen einige Widersprüche und Fragen auf. Offensichtlich war Chujiro Hayashi nicht der alleinige Nachfolger von Mikao Usui, denn er taucht in der Liste der Gakkai-Vorsitzenden nicht auf und war somit einer der auf dem Gedenkstein erwähnten 2000 Schüler, der eine eigene Praxis betrieb. Hawayo Takatas Verdienst ist es eindeutig, die Methode in den „Westen“ gebracht zu haben. Der von ihr weitergegebene Mythos der Reiki-Geschichte enthält sicher wesentliche Elemente, die eine Akzeptanz und Verbreitung von Reiki gefördert haben. Dass dabei einiges verzerrt wurde, schmälert ja nicht die Wirkung und besonders den Nutzen, den der westliche Kulturkreis durch Reiki erfahren hat. Erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts fand ein so intensiver Austausch zwischen Europa und Amerika auf der einen, und Japan auf der anderen Seite statt, dass es heutztage möglich ist, original japanische Reiki-Kurse zu besuchen. Alleine die kulturellen und sprachlichen Barrieren, die zusätzlich zu den zwei Weltkriegen den Austausch erschwerten, haben sich erst seit wenigen Jahren verkleinert.

Um so erfreulicher ist es, dass nun das „westliche“ Reiki, wie es lange vermittelt wurde, um traditionelle japanische Techniken bereichert werden konnte.


"zu-fälliger" geistes-blitz:

Viele junge Leute ereifern sich über Anschauungen, die sie in 20 Jahren haben werden. (Jean Paul Sartre)