mikao usui

Mikao Usui

Mikao Usui

Wiederentdeckt wurde die Kunst des Handauflegens durch den japanischen Mönch Dr. Mikao Usui, geb. 1865.
Seine im folgenden geschilderte Geschichte basiert auf Erzählungen von Hawayo Takata und beinhaltet sicher einige einer Legende ähnlichen Elemente:
Usui war Rektor einer kleinen christlichen Universität in Kyoto, Japan, an der er Medizin unterrichtete. Es gibt viele Überlieferungen und verschiedene Versionen der Fragen, die ihm von den Schülern gestellt wurden; die Quintessenz aller Legenden war die Frage nach den heilerischen Fähigkeiten Jesus Christus. Dr. Usui wurde gefragt, ob er wörtlich an die Bibel glaube, was er bejahte. Daraufhin fragten ihn die Studenten, ob und wie sie lernen könnten, so wie Jesus zu heilen. Es genügte ihnen nicht, einfach zu glauben, was „geschrieben steht“, sondern sie wollten es sehen, erfahren und fragten Dr. Usui, ob er wisse, bei wem sie diese Fertigkeiten lernen könnten.
Dr. Usui konnte alle diese Fragen nicht beantworten. Er selbst glaubte fest, dass Jesus so geheilt hatte; er konnte seinen Studenten jedoch keine „Beweise“ liefern und ihre Fragen nicht beantworten. Dies bedeutete nach der japanischen Tradition den Verlust seiner Ehre, da er als Rektor und Dozent seinen Schülern die Antworten schuldig geblieben war und am selben Tag legte er sein Amt nieder, um die Antworten zu finden.

Zuerst studierte Dr. Usui in Chicago Theologie, danach lernte er Sanskrit und Chinesisch, um alte Manuskripte studieren zu können. In seinen Studien stieß er wiederholt auf Berichte, wie Buddha (620-543 v.Chr.) Blindheit, Lepra und Tuberkulose geheilt hatte. Er kehrte nach Japan zurück und fing an, buddhistische Klöster zu besuchen und die dort aufbewahrten Schriften zu studieren.
Nach sieben Jahren in den USA und weiteren sieben Jahren in Japan entschloss sich Dr. Usui, nach Tibet und Indien zu reisen und dort die Sutren persönlich zu studieren, was dank seiner Kenntnisse des Sanskrit gelang. In alten tibetischen Aufzeichnungen fand er schließlich vier heilige Symbole. Doch er fand in den 2.500 Jahren alten Aufzeichnungen keinen Hinweis, wie diese Symbole verwendet werden sollten.

Im Jahre 1908, 20 Jahre, nachdem er nach Chicago gereist war, beschloss Mikao Usui, eine 21 Tage dauernde Fastenzeit einzulegen und ging auf den heiligen Berg Kurama, 25 km von Kyoto entfernt, um zu meditieren.
Er nahm nur einen Wasserschlauch, die Symbole und 21 Steine mit, die er als Kalender benutzte, indem er jeden Tag einen wegwarf und meditierte die ganze Zeit und bat um Erklärung der Symbole. Am 21. Tag, durch das Fasten und Meditieren sensibilisiert, fiel er in Trance und hatte eine Vision, in der ihm die Verwendung der Symbole vermittelt wurde. In diesem Augenblick hatte er seine Einweihung erfahren und hatte eine jahrtausendealte Heilmethode wiederentdeckt.
Voller Energie erhob er sich und fing an, vom Berg hinabzusteigen, ohne die Mattigkeit des Fastens zu spüren. In seiner Freude über die Entdeckung achtete er nicht ausreichend auf seinen Weg und stolperte so unglücklich über einen Stein, dass er sich einen Zeh verletzte. Instinktiv legte er seine Hände auf die blutende Stelle und kurze Zeit später war die Blutung gestillt und die Schmerzen hörten auf. Das war für ihn der Beweis, dass er den so lange gesuchten Schlüssel gefunden hatte.
Auf seinem Rückweg rastete er an einer Herberge, um etwas zu essen. Der alte Herbergsvater, der ihn bediente, sah den Zustand von Bart und Kleidung und schloss daraus, dass Dr. Usui lange gefastet haben musste. Deshalb bot er eine leichte Brühe an, um das Fasten vernünftig zu brechen. Dr. Usui lehnte ab und bestellte ein komplettes Frühstück, welches er ohne das geringste Verdauungsproblem zu sich nahm.
Außerdem bemerkte Dr.Usui, dass die Nichte des Herbergsvaters eine geschwollene Wange hatte und weinte. Auf seine Frage nach ihrem Leiden sagte sie, dass sie bereits drei Tage Zahnschmerzen habe und ihr Onkel zu arm war, um sie in Kyoto zum Zahnarzt zu bringen. Dr. Usui bot seine Hilfe an, legte die Hände auf die schmerzende Stelle und die Zahnschmerzen verschwanden.
Nach 25 Kilometern Fußmarsch kam er in dem Zen-Kloster an, in welchem er wohnte. Dort ging er direkt zu einem befreundeten, greisen Mönch, der schon lange an Arthritis litt und bettlägerig war. Während er von seinen jüngsten Erfahrungen berichtete, legte er seine Hände auf die schmerzenden Stellen und auch jetzt verschwanden die Schmerzen. Er erzählte dem alten Freund, dass er gefunden hatte, was er all die Jahre gesucht hatte, schilderte ihm seine Meditation und die Vision und nannte die Energie, die er eben angewendet hatte REIKI. All dies ermutigte ihn, seine Entdeckung zu verbreiten und er beschloss, mit den Bettlern von Kyoto zu arbeiten.

Der nächste Schritt Mikao Usuis war, Reiki so gut wie möglich in eine praktikable Form zu bringen. Nach einigen Wochen im Kloster, wo er die neuen Kenntnisse mit den Mönchen besprochen hatte, beschloss er, es aus den Klostermauern heraus in die Welt zu tragen.
Er entschloss sich, in Armenvierteln zu arbeiten, wo die Menschen nicht genug Geld hatten, um sich bei Heilern behandeln zu lassen. Um zu überleben, verkaufte er auf der Straße Gemüse aus Körben; gleichzeitig lernte er so die Bedürftigen und Armen von Kyoto und deren Leiden kennen, mit dem Willen, ihnen zu einem glücklicheren, produktiveren und würdigeren Leben zu verhelfen.
Zuerst behandelte er die jungen Menschen und schickte sie Arbeit suchen. Danach half er den Älteren, ihr Leben ohne Betteln zu verdienen. Dabei war er sehr erfolgreich und die meisten verbesserten ihr Leben entscheidend.
Nachdem er die erste Etappe erfolgreich gemeistert hatte, führte er diese Arbeit in anderen japanischen Städten weiter. Drei Jahre half Mikao Usui vielen Menschen bei der Reintegration in die Gesellschaft.
Als er nach Kyoto zurückkehrte, fand er viele derer, denen er geholfen hatte, ein menschenwürdigeres und unabhängiges Leben zu führen, wieder auf der Strasse am Betteln. Seine Frage, warum sie bettelten, obwohl sie arbeiten könnten, wurde damit beantwortet, dass Arbeit viel mühsamer als Betteln sei. Da wurde ihm klar, dass er nur den Körper geheilt hatte und die Menschen nichts über Dankbarkeit und Verantwortung wussten. Die geistige Gesundheit, die von den Mönchen natürlich gepflegt wurde, war genauso wichtig, wie die körperliche Heilung. Er sah die Wichtigkeit des Tausches von Energien: Die Kenntnisse von Reiki durften nicht als Geschenk gegeben werden, da ihnen sonst kein Wert beigemessen wurde. Mikao Usui schuf die fünf Regeln des Reiki:

Nur für heute, lass Deinen Ärger los.
Nur für heute, lass Deine Sorgen los.
Verdiene dein Brot ehrlich.
Ehre deine Lehrer, die Eltern und die Älteren.
Sei dankbar gegenüber allem, was lebt.

Mikao Usui hörte auf, mit Bettlern zu arbeiten und brachte denen, die zu ihm kamen, um etwas zu lernen, bei, wie sie sich selbst heilen konnten und vermittelte mit den fünf Regeln, wie sie ein Gleichgewicht ihrer physischen, emotionalen, mentalen und spirituellen Körper erreichen konnten.
Er bereiste Japan aufs Neue, diesmal gab er jedoch Vorträge über die Wirkungen von Reiki. Für seine Arbeit wurde er vom japanischen Kaiser ausgezeichnet. Bevor er am 9. März 1926 starb, gab er die „Meisterkenntnisse“ mündlich an 16 seiner Schüler weiter, unter denen er Dr. Chujiro Hayashi zu seinem Nachfolger bestimmte und ihm die Verantwortung gab, das Reiki zu bewahren und zu verbreiten.

2. Teil – Chujiro Hayashi


"zu-fälliger" geistes-blitz:

Zuhören ist eine leise, aber elementare Äußerung guten Benehmens. (Thaddäus Troll)