wissenschaft und das menschliche energiefeld

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Der folgende Artikel ist eine Übersetzung des Nachdrucks vom „Reiki News Magazine“ vom Winter 2002.

james l. oschman, ph.d. wird von william lee rand interviewt

James L. Oschmann, Ph.D.

James L. Oschmann, Ph.D.

James Oschman ist eine der führenden Autoritäten für das wissenschaftliche Verständnis des Heilens durch Handauflegen. Sein breit gefächerter Hintergrund als Wissenschaftler und seine Erfahrung und Kenntnis ganzheitlichen Heilens gibt ihm eine einzigartige Möglichkeit, den Graben zwischen der akademisch-medizinischen Welt und den alternativen Heilern zu überbrücken. Sein Buch „Energy Medicine“ und sein bald erscheinendes neues Buch „Energy Medicine in Therapeutics and Human Performance“ sind beachtlich in der Fähigkeit, wie sie auf einfache Weise eine wissenschaftliche Basis für das Heilen durch Handauflegen bereitstellen. Seine Arbeit macht es für Ärzte und Forscher einfach, Reiki zu verstehen und zu akzeptieren, was für jeden wertvoll ist, der Reiki in Krankenhäusern installieren oder in einem klinischen, wissenschaftlichen Setting arbeiten will. Seine faszinierenden Ideen und Einblicke geben uns eine neue Perspektive, wie Reiki funktioniert, und inspiriert uns, unsere Fähigkeiten besser einzusetzen.

WLR: Können Sie uns etwas über Ihren wissenschaftlichen Hintergrund mitteilen – in welche Gebiete Sie involviert sind und was Sie angetrieben hat, sich auf Energiemedizin zu konzentrieren?

JLO: Als akademischer Wissenschaftler habe ich auf den Gebieten der Zellbiologie, Biophysik und Physiologie geforscht und an den größten Universitäten und Laboratorien in den USA und im Ausland unterrichtet. Mein Spezialgebiet war das Elektronenmikroskop und die mikroskopische Struktur diverser Zellen und Gewebe zu untersuchen. Das war ca. 20 Jahre sehr interessant, doch dann bekam ich ein Rückenproblem, was wohl von dem langen Bücken am Mikroskop kam. Irgendwann fand ich einen Weg zur Strukturellen Integration, was mein Leben veränderte. Abgesehen davon, dass Peter Melchior meinem Rücken half, berichtete er mir auch über das ganze Forschungsgebiet der menschlichen Energie, von dem ich die ganzen akademischen Jahre nichts mitbekommen hatte. Ich war neugierig, zu sehen, was hinter den vielen faszinierenden und wichtigen Entdeckungen steckte, die er mir beschrieb und warum sie nie in Kursen, Seminaren oder Gesprächsrunden akademischer Zirkel auftauchten. Es schien, dass aus irgendwelchen Gründen niemand über Energie sprechen wollte. Das kam mir komisch vor. Dem nachgehend, führte mich meine Neugier in das Gebiet der Energiemedizin. Ich traf viele Therapeuten, die viel über Energie zu wissen schienen und ich war gespannt, wie die Wissenschaft, welche auch immer, deren Beobachtungen erklären könnte.

WLR: Sie haben sowohl akademisch und wissenschaftlich als auch mit Reiki und anderen alternativen Heilmethoden gearbeitet. Können Sie aus Ihrer Perspektive Wege sehen, wie das zusammenpasst?

JLO: Komplementäre Medizin in wissenschaftliche Forschung zu integrieren, ist eine ungemein aufregende Bemühung. Mein erster Fokus war nicht, was die Wissenschaft den Anwendern beibringen kann, sondern was Wissenschaft von ihnen lernen kann. Später fand ich heraus, dass die Wissenschaft den Anwendern helfen kann, ein besseres Verständnis ihrer Arbeit zu entwickeln, z.B. ihrer Wirkungen auf der Ebene von Zellen und Molekülen. Während wir dieses Thema behandeln, bin ich mir sicher, dass Sie sehen werden, dass Reiki und andere Methoden nicht die Gesetze der Physik verletzen. Obwohl wir offensichtlich viel zu lernen haben, beginnen wir, logische Erklärungen und testbare Hypothesen dieser Methoden zu entwickeln, was das Kennzeichen guter Wissenschaft ist. Das Testen dieser Hypothesen ist eine der aufschlussreichsten und aufregendsten Forschungsreihen, die ich jemals erlebt habe.
Sie werden sehen, dass ich mich auf magnetische und biomagnetische Felder konzentriere. Das liegt daran, dass wir viel über diese Felder wissen und sie einfach zu messen sind. Das heißt nicht, dass wir andere Energieformen von der Recherche ausschließen. Der Körper sendet auch Licht, Klang, Hitze und elektromagnetische Felder aus – darüber hinaus hat er ein Gravitationsfeld.

WLR: Können Sie uns eine Definition von Energiemedizin geben?

JLO: In gewisser Weise ist jede Medizin Energiemedizin. Das mag trivial erscheinen, aber es macht einen wichtigen Bestandteil aus. Jede Intervention mit einem lebenden System bezieht auf die eine oder andere Art Energie mit ein. Wir haben alle unsere Spezialisierungen und Interessen und es ist herausfordernd, den Schritt in den Energiebereich zu gehen, weil es einfach das multidisziplinärste Vorgehen beinhaltet und es immer neue Erkenntnisse erzeugen kann, unabhängig von unserem Hauptziel. Es lohnt sich für Anwender von Reiki, etwas über Physik und Biologie zu lernen, damit sie die betreffenden Mechanismen verstehen. Es kann ihre Vorhaben klarer machen und es vereinfachen, ihre Arbeit Medizinprofessoren zu erklären, die wissenschaftlich arbeiten. Energiemedizin beinhaltet das Verständnis, wie der Körper elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder, inklusive Licht und Klang oder andere Energieformen wie Wärme, Druck, chemische und elastische Energie und Gravitation erzeugt und darauf reagiert.Wir sind daran interessiert, wie der Körper diese verschiedenen Formen von Energie produziert und wie sie heilend eingesetzt werden können.
Es ist wichtig für Therapeuten, die Reiki oder andere Methoden anwenden, dass die Wissenschaft den Ursprung dieser verschiedenen Energieformen nicht wirklich genau erklären kann. Wenn Sie also darüber unsicher sind, was das Wort Energie bedeutet, wenn Sie von der Wissenschaft verwirrt sind, sind Sie in guter Gesellschaft. Die besten Köpfe in der Wissenschaft, inklusive Albert Einstein, rangen darum, was Energie wirklich ist und wie sich verschiedene Energieformen zueinander verhalten. Auf einer grundsätzlichen Ebene ist das Problem immer noch nicht gelöst. Wir sagen, dass ein Elektron eine elektrische Ladung hat; aber warum es eine Ladung hat und was eine Ladung genau ist, bleibt für die Wissenschaft nach wie vor ein Rätsel.
Wenn Wissenschaftler, besonders Physiker, negativ auf den Begriff Energiemedizin reagieren, vergessen sie, dass es viele medizinische Technologien gibt, die verschiedene Energieformen für Diagnose und Behandlung nutzen. Röntgenstrahlen und Kernspintomografie fallen in die diagnostische Kategorie. Passive Messungen von den Feldern, die der Körper erzeugt, sind für die Diagnose auch wichtig: Elektrokardiogramme, Elektroenzephalogramme, Elektroretinogramme und Elekromyogramme. Jede dieser Diagnosetechniken hat einen kürzlich entdeckten biomagnetischen Gegenpart: Magnetokardiogramm, Magnetoenzephalogramm, Magnetoretinogramm und Magnetomyogramm. Jeder Arzt hat schon ein Elekrokardiogramm eingesetzt, ein Diagnosetool der Energiemedizin, welches seit fast einem Jahrhundert existiert.

Abb. 1A

Abb. 1A: 1963 messen Baule & McFee von der Syracuse University in New York das Magnetfeld des Herzens mithilfe von zwei Spulen mit je 2 Mio. Windungen. Das Herz-Feld hat etwa ein Millionstel der Stärke des Erd-Feldes.

Moderne Forscher haben die magnetische, elektrische und optische Biopsie entwickelt. Transkutane Nerven-Stimulatoren, Herzschrittmacher und Defilibratoren, Laser, Endoskopie und Magnetfeldtherapie sind Beispiele für energetische Behandlungsmethoden, die Teil der konventionellen Medizin sind. Kontrovers oder nicht, ist Energiemedizin, die auf dem Gebrauch von medizinischen Apparaten basiert, in Kliniken, Praxen und Laboren verbreitet und üblich. Reiki und andere Methoden des Heilens durch Handauflegen sind andere Formen von Energiemedizin, die auf wissenschaftlich messbaren Energiefeldern basieren, die von den Händen der Heiler ausgehen.

WLR: Konnte die Existenz des menschlichen Energiefeldes nachgewiesen werden und können Sie uns über die wissenschaftlich am besten validierten Studien berichten? Welche Instrumente wurden verwendet und wie wurde gemessen?

JLO: In wenigen Jahrzehnten haben sich Wissenschaftler von der Auffassung, dass es kein Energiefeld des menschlichen Körpers gibt, zu der Gewissheit hin entwickelt, dass solche Felder existieren und medizinisch wichtig sind. Neuerdings entscheiden Ärzte über die Behandlung auf der Basis von solchen Biofeld-Messungen.
Das erste, gut erforschte menschliche Energiefeld war das vom Herz. Diese Untersuchungen führten zum Elektrokardiogramm und wurden vor einem Jahrhundert von Einthoven durchgeführt, der für seine Leistungen 1924 den Nobelpreis bekam. Etwa ein Vierteljahrhundert später machte Berger Messungen der elektrischen Felder des Gehirns, woraus das medizinische Gebiet der Elektroenzephalografie resultierte.
Die Forschungen von Einthoven, Berger und anderen brachten den Nachweis, dass Organe wie Herz und Gehirn bioelektrische Felder erzeugen, die durch die Gewebe des Körpers gelangen und mit Elektroden an der Haut gemessen werden können. Das Elektrokardiogramm z. B. kann abgenommen werden, egal wo die Elektroden am Körper sitzen, und wenn es an den Füßen ist.

Abb. 1B

Abb. 1B: Ein wichtiger Apparat von Josephson Tunneling ist der SQUID-Magnetometer, der die biomagnetischen Felder um den Körper erfasst.

Es gibt ein fundamentales physikalisches Gesetz, das Ampèrsche Gesetz, dass besagt: Wenn Strom durch Leiter wie Drähte oder lebende Gewebe fließt, erzeugt er ein ihm proportionales Magnetfeld in seiner Umgebung.
Da lebende Gewebe Elektrizität leiten, folgt daraus – den klassischen physikalischen Gesetzen folgend – dass die Ströme vom Herz, anderen Muskeln, vom Gehirn und anderen Nerven zwangsläufig magnetische Felder im Umfeld des Körpers erzeugen. Diese nennt man biomagnetische Felder.
Das biomagnetische Feld vom Herz wurde erstmals 1963 in Syracuse, New York mit zwei Spulen gemessen, die jeweils zwei Millionen Drahtwindungen hatten. (Siehe Abb. 1A)

Etwa zu der Zeit, als diese Messungen gemacht wurden, gab es eine Entdeckung in Cambridge, England, welche die Messungen des biomagnetischen Feldes revolutionierte und ein Jahrzehnt später Brian Josephson zum Nobelpreis verhalf. Josephsons Entdeckung führte zu der Entwicklung eines sehr empfindlichen Magnetometers, SQUID genannt. (Supraleitende Quanteninterferenzeinheit) Diese Apparate werden nun weltweit in medizinischen Laboren verwendet, um das menschliche Energiefeld zu untersuchen. Abbildung 1B zeigt den Basis-Aufbau eines SQUID-Magnetometers.

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Einer Zeit der grenzenlosen Entdeckungen folgt vielleicht eine Zeit der Entdeckung der Grenzen. (Bernd Stoy)